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„Dialog-Interviews“ für eine agile Unternehmenskultur
Neue Mitarbeiter werden in vielen Unternehmen aufwändig begrüßt,
ihnen wird hineingeholfen in die neue Struktur, die Aufgabe,
die Unternehmenskultur. Doch was ist mit den Impulsen, die
neue Mitarbeiter mitbringen? Werden diese aufgenommen und können
das Unternehmen bereichern oder prallen sie ab an der Gummiwand
namens „bei uns machen wir das so!“?

Diese Frage stellte sich ein internationales Pharmaunternehmen. Es kommen Jahr für Jahr neue Mitarbeiter an Bord. Sie bringen Erfahrungen mit aus ganz anderen Unternehmenskulturen, auch aus Start-ups und kleinen Bio-Techs. Sie kennen das, was das Unternehmen sich wünscht, um die eigene Unternehmenskultur agiler zu gestalten, zum Beispiel:

Ziel ist, dass neue Mitarbeiter nicht frustriert werden, resignieren oder gar kündigen, sondern die bestehende Kultur mit ihren Erfahrungen bereichern.

Gestartet wurde ein Pilotprojekt mit der Methode „Dialog-Interview“ aus der Theorie U von Otto Scharmer (MIT). Dialog-Interviews integrieren Interviewer und Interviewten in ein zugleich reflektierendes und generatives Gespräch. In der einleitenden, reflektierenden Interview-Phase geht es um Informationsaustausch, um Fragen und Antworten. In der vertiefenden, generativen Dialog-Phase, die von einem gegenseitigen Wechsel der jeweiligen Perspektiven der Gesprächspartner begleitet wird, entstehen neue Einsichten im Gespräch. Es wird dadurch möglich, Gemeinsames zu denken und kollektive Kreativität entstehen zu lassen.

Junge, empathische Mitarbeiter wurden in der Methode geschult. Jeder neue Mitarbeiter wurde zum Dialog-Interview eingeladen. Das Ergebnis war:

Schon heute ist spürbar: Die „Gummiwand“ wird durchlässiger. Kulturveränderung ist ein Prozess, der Zeit braucht. Und Impulse aus ganz verschiedenen Richtungen. Das Neue der Neuen zu nutzen, ist ein Ansatz der wirkt.